#062 – Kommunikation mit Mitarbeitenden

Communication is the key. Wir versuchen die bestmögliche Art der Kommunikation für unsere Gäste aufrecht zu erhalten. Durch Medien, persönliche Gespräche oder Kontaktmöglichkeiten. Das große Reden verliert dann aber seinen Wert, wenn nicht ebenfalls gut mit den Mitarbeitenden kommuniziert wird.

Meetings

Reguläre Meetings haben einen kommunikativen und gemeinschaftlichen Charakter. Viele Freizeitattraktionen haben auch vor den Schichten kleinere Meetings, die dazu genutzt werden können, den Tag zu besprechen. Solche Morning Meetings oder Shift Meetings können interaktiv, motivierend und informierend sein. Oder es ist die Pflichtveranstaltung für jeden und wird als Überflüssig bedacht. Dieser Eindruck könnte dadurch entstehen, wenn das Meeting nicht vorbereitet ist oder auch Vorwürfen und Mahnungen besteht. Positiv sollte der Einstieg in den Tag sein, nicht voller Kritik.

Daneben dienen monatliche Meetings für größere Belegschaften für generelle Updates, größere Ankündigungen und auch Belobigungen. Im kleineren Kreis macht ein wöchentliches Catch-Up für Teammanager, Abteiliungsleiter und ähnliche führende Tätigkeiten Sinn, um sich zwischen den Abteilungen austzutauschen, aber auch Feedback zu bestimmten Themen zu geben. Hier liegt aber die Gefahr des vollen Terminkalenders – man könnte sich auch ver-meeten. Zu viele Meetings, zu eng getaktet stören den Betriebsablauf und führen zu Verdrossenheit. Auch ein Meeting ohne Inhalt kann störend sein, wirkt als Zeitfresser. Daher ist es auch okay Meetings abzusagen, wenn es keine Inhalte gibt. Hier gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Schwarzes Brett

Der Klassiker zur Informationsvermittlung ist das schwarze Brett – mein persönlicher Favorit. Ein Pinboard, platziert an prominenter Stelle mit wichtigen Infos, Änderungen, Mitteilungen und Ankündigungen. Ein wichtiger Vorteil des schwarzen Bretts ist die Haptik. Man kann in einer ruhigen Minute davor stehen bleiben, sich direkt mit anderen Kolleg:innen austauschen oder selbst etwas machen: etwas bewegen, abnehmen, sich eintragen. Der große Nachteil aber ist die Pflege des Bretts. Die Informationen sollten einheitlich gestaltet, wichtiges hervorgehoben sein und es sollte nicht zu viel Text auf den Aushängen sein. Zusätzlich mit Grafiken und Farben kann man alles auflockern. Als Pflegende:r sollte man regelmäßig die einzelnen Infos austauschen, aufarbeiten oder wegwerfen. Mir persönlich gefällt jedoch sehr der Charakter des „zentralen Punktes“. Meine Mitarbeitenden konnte ich immer direkt auf das Brett verweisen, wenn es Neuerungen gegeben hat oder sich etwas irgendwo ändert. Ergänzt habe ich dies mit Newslettern, die ich wöchentlich aufbereitet und verschickt habe, wo es alle wichtigen und aktuellen Infos nochmal Stichpunktartig zum nachlesen gab, sowie aktuelle Umfragewerte, Termine u.ä.

Digital

Das schwarze Brett existiert auch digital, man muss es jedoch erst mal finden. Der Newsletter per Mail hat den Vorteil, dass jeder Mitarbeitende die Informationen nach Hause bekommt, oft gehen solche Mails aber auch unter. Teilweise geht man in der Flut von Mails auch unter. Hier helfen Apps die Informationen gezielt zu streuen. Viele digitale Dienstplantools (z.B. Planday) bieten die Funktion an bestimmte Mitarbeiter:innen-Gruppen Nachrichte zu verschicken oder Informationen bereitzustellen. Auch wenn der Ansatz hier gut ist, ist es nur ein Feature. Was mir persönlich fehlt sind ganzheitliche Lösungen und Produkte, die Informationen einfach und gefiltert, nach Arbeitsplatz, direkt abrufbar machen. So gibt es oft an Eingangskassen immer noch den obligatorischen Ordner mit Infos, Memos und Ablauflisten. Sowas sollte digitalisiert werden – zum Wohle der Umwelt und der Accessebility für Mitarbeitende.

Fazit

Wichtigstes Ergebnis sollte sein: wichtige Informationen und Abläufe verfügbar machen, regelmäßig Informieren und Austauschen, sowie alternative Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme finden – ohne die Work-Life-Balance zu stören. Nur wenn informiert und kommuniziert, schafft eine Grundlage für ein gutes und produktives Miteinander.

Shownotes

Zur Folge

Der Talk – 04.2022 – Hochgeständert und Aufgebockt

Am Monatsanfang ist es Zeit für ein Rückblick der letzten Wochen. Was ist passiert? Was hat das Freizeitgeschehen bewegt? Was gibt es für Änderungen und Neuerungen in unseren Lieblingsattraktionen? Zusammen mit Julian Omonsky von ADMUSEMENT plaudere ich über den vergangenen Monat, unter anderem über diese Themen:

  • Tragische Vorfälle
  • Veränderungen in der Pfalz
  • Fragwürdige Gewinnspiele

Shownotes

Playlist zum Podcast „Sounds of Freizeitpark“ auf Spotify

Arte Dokumentation in der Mediathek: Faszination Achterbahn

YouTube: Amusement Labs – How it works – Fast and Furios Supercharged | LOL

YouTube: Magic Updates aus dem Ritter Rost Magic Park

https://youtu.be/4dVp7DHO-X0

Zur Folge

#060 – Kommunikation mit Gästen

Ein Gespräch mit den Gästen ist die einfachste und, für mich, schönste Art der Interaktion. Echter Austausch auf Augenhöhe, um die Experience komplett zu machen. Natürlich ist jeder Gast auch König:in, aber wir unterhalten uns auf Augenhöhe, denn wir sind beide zum gleichen Zweck hier: eine schöne Zeit zu haben! Welche Formen der Kommunikation gibt es eigentlich und welche sollte ich nutzen, um meine Besucher:innen besser zu erreichen?

In der analogen Welt gewinnt natürlich das persönliche Gespräch. Nichts ist ehrlicher und gibt direkter Feedback, als die Person gegenüber zu sehen und zu lesen. Aber neben diesem Gespräch lässt sich das ganze auch über Distanz bewältigen, via Telefon. Call Center sind hier gern gesehene Anlaufstellen für Besucher:innen, für generelle Anfragen oder auch Buchungen für Gruppen oder Übernachtungen. Digital gibt es die Möglichkeit über Kontaktformulare per Mail zu kommunizieren oder die Freizeitattraktion direkt per Mail zu kontaktieren. Jeder der viele Mails schreibt kennt aber das Problem: Per Mail lässt sich viel rein interpretieren und auch missverstehen. Hier ist Vorsicht geboten. Neue digitale Lösungen lassen die Kommunikation sogar auf das nötigste reduzieren und lösen auch gewisse Hemmschwellen. Freizeitattraktionen haben Whatsapp für sich entdeckt und kommunizieren z.B. die Nummer des Duty Managers (nicht die persönliche, sondern vom Diensthandy), damit man per Whatsapp Kontakt aufnehmen kann. Viele Apps beinhalten solche Chatfunktionen, um schnell sein Anliegen zu veräußern oder eine schnelle Rückmeldung auf eine kurze Frage zu bekommen.

Generell gilt auch hier: Nichts ist perfekt und nicht jede Lösung passt für jede Attraktion. Dennoch sollte man seine Kommunikationskanäle ständig im Auge behalten und verbessern, da sich die Art der Unterhaltung rasant ändert. Auch sollte man schauen, dass man seine Firmen- und Brandsprache in allen Wegen einpflegt, damit das Erlebnis ganzheitlich bleibt und man nicht durch eine unnötig bürokratische Mail oder Signatur total herausgerissen wird.

Shownotes

Folge #003 – Die Reise der Besucher Spotify

Folge #008 – 5 Schritte für ein perfektes Beschwerdemanagement Spotify

Zur Folge